Panoramafreiheit

Grundsätzlich gilt beim Veröffentlichen von Fotos: Alles, was nicht explizit erlaubt ist, ist verboten.

Die Panoramafreiheit ermöglicht es aber, im öffentlichen Raum zu fotografieren und diese Fotos zu veröffentlichen und auch kommerziell zu nutzen, ohne dass die Urheberrechte einzelner Bauwerke und Kunstwerke beachtet werden müssen – denn diese liegen zunächst einmal beim Besitzer, Architekten bzw. beim Künstler.

Die Panoramafreiheit erlaubt, dass Fotos urheberrechtlich geschützter Werke veröffentlicht und vermarktet werden können, sofern sie von öffentlichen Wegen aus fotografiert wurden und sich bleibend an diesem Ort befinden.

In der Regel gelten alle Orte als öffentlich, die ohne Zutrittsbeschränkung betreten werden können. Wenn man also Eintritt bezahlen muss oder in irgendeiner Form durch ein Tor oder eine Schranke gehen muss, um das Gelände zu betreten, ist das Gelände nicht öffentlich.

Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Leitern oder Drohnen ist nicht erlaubt. Somit fallen solche Aufnahmen nicht unter die Panoramafreiheit.

Ist man sich mit der Rechtslage unsicher ist es immer besser den Eigentümer bzw. den Urheber um Erlaubnis zu fragen.

Die Panoramafreiheit gilt zum Beispiel in Deutschland, z. Zt. nicht aber unter anderem in Frankreich und Italien. Allerdings gilt in diesen Fällen das Territorialprinzip, das heißt, es gilt das Recht des Landes, in dem du das Bild veröffentlichst. Eine Veröffentlichung im Internet bedeutet aber auch, dass die Veröffentlichung in Frankreich sichtbar sein kann! Dann gilt dieses Prinzip nicht mehr. Für Betreiber von Websiten ist Geoblocking keine Lösung, denn: Dazu sind 2018 verschiedene Gesetze in Kraft getreten, die das ungerechtfertigte Geoblocking innerhalb der EU verbieten. Zwar sind audiovisuelle Medien und Dienstleistungen, die in Zusammenhang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten oder Werken stehen, von diesem Verbot ausgenommen, aber meines Wissens nach gibt es dazu keine Gerichtsentscheidungen und ich würde es nicht darauf ankommen lassen.

Disclaimer: Diese Seite stellt keine Rechtsberatung dar, alle Angaben ohne Gewähr.

Ein gutes Buch zu diesem Thema: Recht für Fotografen – Der Ratgeber für den fotografischen Alltag **

 

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